Alpen- Klima

Unsere Alpen sind weitgehend mitverantwortlich für unser Wettergeschehen. Die Wetterextreme wie Wind, Wärme, Kälte und Niederschläge sind in den Alpengebieten meistens viel ausgeprägter, als im Flachland. In den Alpen kann das Klima sehr verschieden sein, was zum Beispiel in den tropischen und suptropischen Gebieten in den südamerikanischen Anden, oder im asiatischen Himalaja deutlich wird. Die Schweiz liegt im direktem Einflussbereich von verschiedenen Klimazonen, die je nach Jahreszeit mehr oder weniger stark das Wetter beeinflussen. Über das ganze Jahr gesehen, liegen die Alpen am stärksten im Einflussgebiet des ozeanischen Klimas, was das berühmte "Westwindwetter" bestimmt.




 

Das Kontinentale Klima

Im späten Herbst oder auch im Sommer kann sich da kontinentale Klima bis weit über die Zentraschweiz ausdehnen. Dieses bringt uns im Winter kalte, trockene Luft und im Sommer warmes, trockenes Wetter. Im Süden bekommen die Alpen manchmal sogar das Mittelmeerklima zu spüren. Während die Südseite oft warme und feuchte Luftmassen erhält, bleibt für den Norden meistens nur noch warme und sehr trockene Luft übrig. Treffen diese Luftmassen auf einen Ausläufer eines britischen Tiefs, entstehen die typischen Föhnlagen.



Das nordeuropäische Klima

Auch das nordeuropäische Klima spielt für unser Wettergeschen eine nicht unwichtige Rolle. Es kann im Herbst und im Winter eisige Polarluft in den Süden bringen und in kurzer Zeit Temperaturstürze von 20 und mehr Grad Celsius verursachen.



Sonneneinstrahlung

Ein weiterer wichtiger Klimafaktor ist die hohe Sonneneinstrahlung der Alpinen und hochalpinen Regionen. Bedingt durch "dünne" Luft und den geringen Anteil von Wasserdampf und Staubteilchen, erreichen die sonnenstrahlen die untersten Luft- und Bodenschichten viel intensiver als im Flachland. Dadurch wird der Boden in den Bergen stärker aufgeheitz, als in Meereshöhen, obwohl die Luft kühler bleibt. Darum können auch in grossen Höhen noch zahlreiche Pflanzen und Reptilien existieren. In den höchsten Berggipfeln bleibt zwischen 90 und 95 Prozent der Strahlungsenergie der Sonne erhalten, im Tiefland sind es nur gerade 55 bis 70 Prozent.



Wind

Der Wind ist ein weiterer klimabildender Faktor in den Alpen. Er ist in den Hochlagen meist ausgeprägter als im Tiefland. Die hängt einerseits mit den starken Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht, Schatten und Sonne und den Nord- und Südhängen zusammen. Anderseits spielen die polare und kontinentalen Luftmassen eine Rolle. Starke Winde verhindern Wärmestauungen, wie wir sie im Flachland kennen, sie führen jedoch zur Austrocknung und Auskühlung der Böden, was sich negativ auf die Pflanzen auswirkt. Föhnwinde hingegen, können sehr positive Auswirkungen haben. Sie bringen ein warmes Klima, was ein rascheres Wachstum, der Pflanzen bewirkt und sorgen für eine rasche Schneeschmelze nach dem Winter.



Niederschläge

Die Alpen erhalten viel mehr Niederschläge, als die Tieflagen, sie sind also so eine Art "Regeninsel". West- und Südwinde bringen Wolken vom Atlantik oder vom Mittelmeer zum Alpenkamm, wo sie an Steilhängen schnell aufsteigen und sich dabei abkühlen. Dabei kondensiert ihr Wasserdampf, der sich als Niederschlag absetzt - es regnet. Je höher und Steiler das Gebirge ist, desto intensiver ist der Niederschlag. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge in den Alpen spielt für unser Jahresklima eine entscheidende Rolle.